21.08.2021 | 09:30 Uhr | Theatersaal

Symposium

Eisenhüttenstadt
Zwischen Modell und Museum



EISENHÜTTENSTADT - STADT DER ZUKUNFT

Eisenhüttenstadt ist die ehemalige 'erste sozialistische Stadt Deutschlands'. Der Kern der Stadt wurde in den 50er Jahren geplant und gebaut. Dieser Kern ist heute als größtes Flächendenkmal in Deutschland denkmalgeschützt und mittlerweile fast durchgehend saniert.

Der Impuls der Stadtgründung, der Versuch, eine bestmöglich organisierte Gemeinschaft städtebaulich und architektonisch zu formen, wird beim Durchwandern der Stadt deutlich und spürbar. Die Stadt hat aber mit dem Sozialismus auch die diesen Impuls begründende Idee verloren, ohne dass eine neue bisher an die freigewordene Stelle getreten wäre.

Indem die Stadt als Denkmal erhalten wird, ruft das damit erhaltene Bild einer vergangenen Zukunft fast zwangsläufig die Spekulation hervor, wie ein solcher städtbaulicher Entwurf heute konzipiert werden würde: auf welchen Grundlagen, für welche Zukunft?

Der Kunstverein im Kloster Neuzelle hat in 2020 erfolgreich einen ersten Teil des Projekts 'Eisenhüttenstadt - Zwischen Modell und Museum' präsentiert. Auch in diesem Sommer entfalten nun künstlerische, wissenschaftliche, philosophische Beiträge den so anregenden wie widersprüchlichen Zustand eines vergangenen, aber konservierten Zukunftsversprechens.

Die künstlerischen Projekte werden an mehreren Orten in der Stadt gezeigt und über einen Plan erschlossen. Eine Konferenz im Friedrich-Wolf-Theater führt alle Beiträge in einer Diskussion zusammen. Sie reichen von der Präsentation eines Forschungsprojekts, dass die Konsequenzen des Green Deal der EU für die Stadtentwicklung untersucht, hier auch neue ökonomische Perspektiven aufzeigt, bis hin zur Bedeutung der Idealstadt in der aktuellen kunsttheoretischen Diskussion.

Anmeldung erbeten unter kvneuzelle@kvneuzelle.de oder unter 0179 / 52 47 736.

Weitere Informationen zum Projekt und ein ausführliches Programm der Konferenz
ist unter www.kvneuzelle.de verfügbar.